Feel-Good-Management als Erfolgskonzept

Für Unternehmen ist es empfehlenswert, sich der gesellschaftlichen Verantwortung rund um steigende psychische Belastungsstörungen und Erkrankungen zu stellen. Mit richtig verstandenem Feel-Good-Management im Unternehmen lässt sich die Rentabilität steigern.
Erfolgreiches und modernes Personalmanagement basiert auf der Erkenntnis, dass Produktivität, Zielerreichung, Wirtschaftlichkeit und letztlich der Unternehmenserfolg in hohem Maße von der Motivation, dem Teamgeist, Unternehmenskultur und den Gefühlen der Mitarbeiter abhängt.
Die Erkenntnis, dass die Folgen von Stress, schlechtem Betriebsklima, Angst vor Jobverlust und Leistungsdruck gesamtwirtschaftlich Kosten in Milliardenhöhe verursachen ist keineswegs neu. Dieses wurde bereits im Jahr 2010 durch umfassende Studien der Betriebskrankenkassen belegt.
Scheinbar bleibt eine umfassende Reaktion in der Personalarbeit der Wirtschaftsunternehmen jedoch aus. In den letzten Jahren sind sowohl die Anzahl der Fehltage, als auch die damit verbundenen Folgekosten massiv gestiegen.
Während sich in der gesellschaftlichen Debatte die Verantwortung vortrefflich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hin- und herschieben lässt, gelingt es den Unternehmen nur bedingt, die Folgekosten abzuwälzen. Und trotz eines wohlbegründeten betriebswirtschaftlichen Interesses der einzelnen Unternehmen, bleiben häufig die erforderlichen Maßnahmen, die klar auf eine Verbesserung des Unternehmensergebnisses abzielen würden, immer noch vielfach aus.
Repräsentative Studien, die u.a. von der Puls Marktforschung 2012 durchgeführt wurden, belegen in diesem Zusammenhang die außerordentliche Wichtigkeit der Identifikation der Mitarbeiter mit der unternehmerischen Strategie und den Unternehmenszielen. Dieses ist gemäß der Studie sogar wichtiger als die viel beschworene Ausgestaltung der Work-Life-Balance. Auch die, aus meiner Sicht erschreckenden Ergebnisse der Gallup-Studie weisen darauf hin, dass sich insgesamt 6 von 10 Mitarbeitern gar nicht oder nur in geringem Maße mit ihrem Unternehmen identifizieren.
Diese Ergebnisse decken sich mit der Beratungserfahrungen der PW-Praxis:

  • Gesundheitsgefährdende Motivationsprobleme innerhalb von Belegschaften sind frühzeitig erkennbar und nicht erst dann, wenn es zu gesundheitsbedingten Ausfallzeiten kommt.
  • Die Art der Führung und die hierüber transportierte Wertschätzung der Mitarbeiter spielt eine zentrale Rolle.

Genau hier müssen moderne Verfahren der Personalarbeit und ein professionelles Feel-Good-Management in Unternehmen ansetzen. Ein entscheidender Baustein für die Lösung der Probleme ist eine professionelle Personalarbeit im Sinne eines wertschätzenden Führungsansatzes. Es gilt kontinuierlich die Stimmung innerhalb der Belegschaft durch geeignetes Monitoring aufzufangen. Nur so kann rechtzeitig auf Fehlentwicklungen reagiert werden. Beratungs- und Coachingkompetenzen sollten innerhalb der Belegschaft, insbesondere bei den Führungskräften aufgebaut werden.  Es geht um einen Führungsansatz, der getragen ist durch professionelles Konfliktmanagement und die Anwendung bekannter wirtschaftspsychologischer Konzepte. Wenn diese mit geeigneten Maßnahmen aus dem betrieblichen Gesundheitswesen rund um das Thema Stressmanagement und Work-Life-Balance verbunden zum Einsatz kommen, lassen sich die besten Ergebnisse erzielen. Und diese sind monetär messbar!
Richtig verstanden, setzt Feel-Good-Management am Selbstbewusstsein und am Wertebewusstsein jedes einzelnen Mitarbeiters an. Es ist bestens geeignet, nicht nur das Betriebsklima, sondern auch das Betriebsergebnis von Unternehmen zu verbessern. In den Projekten der PW-Praxis gelingt es, über geeignete Stellschrauben die Identifikation der Mitarbeiter mit den Zielen und Strategien der Arbeitgeber sicherzustellen und auszubauen. Die Identifikation ist ein entscheidender Faktor für die Prävention von arbeits- und stressbedingten Ausfallzeiten aber auch für die generelle Motivation der Mitarbeiter.  Feel-Good-Management setzt darüber hinaus an einer verbesserten Gestaltung der Work-Life-Balance der einzelnen Mitarbeiter an.
Ein weiterer wesentlicher Aspekt, der für Feel-Good-Management in Unternehmen spricht: Es verschafft dem Arbeitgeber einen Wettbewerbsvorteil im längst entfachten Kampf um Fach- und Führungskräfte. Ein weiterer Multiplikator für das Unternehmensergebnis. Insbesondere bei kleineren und mittelständischen Unternehmen, können durch die richtigen – und im Verhältnis sehr kostengünstigen – Maßnahmen hier immense Potentiale ausgeschöpft werden.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass Feel-Good-Management in Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Grundproblems leisten kann. Was aber für marktwirtschaftlich agierende Unternehmen entscheidender sein dürfte: Feel-Good-Management ist ein strategischer Erfolgsfaktor und stärkt die Rentabilität!

2 Kommentare zu “Feel-Good-Management als Erfolgskonzept

  1. Ein sehr guter Artikel. Der Punkt scheint hier wirklich zu sein, dass niemand Verantwortung übernehmen will. Krass ist auch, dass die Krankenkassen weniger als 1 % für Prävention ausgeben. Die Unternehmen warten scheinbar auf besseres Wetter, die Politik oder die Krankenkassen. Der Mittelstand versumpft in übertriebener Administration … . Das Thema wird sicher weiter spannend bleiben.

  2. Ein schöner Artikel – wenn sich den nur ein paar Unternehmen zu Herzen nehmen ist schon viel gewonnen :-) Ich kann es aus persönlichen Gründen auf jeden Fall allen Unternehmern nur empfehlen.
    Vor ein paar Jahren habe ich meinen Job gewechselt, weil mir meine Stelle schlichtweg zu langweilig war. Jeder Versuch meinerseits dies zu ändern, neue Aufgaben zu übernehmen, mich zu entwickeln oder auch die vorhandenen Abläufe und Aufgaben einfach schöner zu gestalten, wurde leider immer wieder mit „Bitte sprechen sie mich hierzu nochmal in ein paar Monaten an“ gestoppt. Heute bin ich froh über meine jetziges Stelle, den Respekt dem man mir entgegenbringt und über die 15 % Umsatzsteigerung, für die ich maßgeblich verantwortlich bin. Und eine gleichzeitige Weiterbildung ist zeitlich auch noch drin – manchmal ist für Arbeitnehmer wechseln einfach das beste! Schade für die Unternehmen, die das nicht verstehen wollen und eine Gewinn für die Unternehmen, die die Chance nutzen!

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